Integration geht uns alle an – aber wer gestaltet sie?

Shownotes

Integration als fester Teil unserer Zukunft, Ehrenamtliche, die eine Brücke zwischen Communities und der Stadtverwaltung schlagen und ein fünfköpfiges Team, das sowohl in die Verwaltung als auch in die  Stadtgesellschaft wirkt: In der 58. Folge unseres Podcasts unterhalten wir uns mit Robin Palm, Leiter der Sachgruppe Integration als Querschnittsaufgabe im Kommunalen Integrationszentrum (KI) der Stadt Hagen, über die wichtige ehrenamtliche Arbeit, die finanziell oft zu kurz kommt, wie es gelingt, die Ankunft und den Alltag in der Volmestadt zu erleichtern und darüber, dass sich niemand von Rassismus freisprechen kann.

„Wir“ – das sind Michael Kaub, Stadtsprecher und Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit & Bürgerkommunikation der Stadt Hagen, und seine Kollegin und städtische Kommunikationsreferentin, Charlien Schmitt. Im Rahmen des Podcasts unterhalten wir uns in unserem Studio unter dem Dach der Villa Post regelmäßig mit Kolleginnen und Kollegen aus der Hagener Stadtverwaltung, um Euch ihre Arbeit – aber auch sie ganz persönlich – vorzustellen. Ihr möchtet mehr über unsere Arbeit erfahren und auf dem neuesten Stand des Hagener Stadtgeschehens bleiben? Dann schaut gerne auf der Internetseite der Stadt Hagen unter www.hagen.de oder auf unseren sozialen Netzwerken vorbei! Diese Folge hat Euch neugierig gemacht und Ihr möchtet mehr über die Arbeit der Sachgruppe Integration als Querschnittsaufgabe erfahren? Dann schaut auf der Internetseite des KIs unter www.hagen.de/ki-hagen vorbei.

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Transkript anzeigen

00:00:07: Faxen an der Vollme.

00:00:07: Der Rathaus Podcast, der Stadt Hagen.

00:00:11: Integration geht mit dem Begriff der Vielfalt einher und ich denke das ist etwas von dem wir alle profitieren.

00:00:18: Das System hat ja schon seine Besonderheiten und natürlich braucht es da auch erstmal Aufklärung.

00:00:22: Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Sprachmittlerinnen und Sprachmittel haben.

00:00:28: Ich bin Charlene Schmidt.

00:00:29: Und

00:00:29: ich bin Michael Kaupp.

00:00:30: Wie immer aus unserem kleinen Studio unter dem Dach der Villa Post.

00:00:32: Ja und in diesem kleinen Studio haben wir heute Robin Palmen eingeladen, Robin du bist im Kommunal Integrationszentrum.

00:00:39: Du leitest die Sachgruppe Integration als Querschnittsaufgabe und Charlene und ich haben uns im Vorfeld gefragt, Integration kannst du da irgendwas gar nicht mehr hören von irgendwelchen Leuten oder andersrum gefragt was würdest du gerne zum Thema Integration mal hören?

00:00:55: direkt zum Einstieg so eine schwierige

00:00:57: Frage.

00:00:58: Jetzt bist du wieder dran, ich merke schon!

00:01:00: Ich kann das genauso gut wie du.

00:01:02: Ja

00:01:02: aber gibt es denn irgendwie einen Vorurteil oder eine Reaktion die du immer bekommst?

00:01:07: Natürlich geht mit unserer Arbeit auch eine gewisse Rechtfertigung einher, die wir regelmäßig leisten müssen.

00:01:12: Das ist natürlich anstrengend Aber das ist einfach Teil des Berufs etwas, woran man sich einfach gewöhnt hat.

00:01:20: Was findest du daran so anstrengend?

00:01:22: Hast du ein konkretes Beispiel wo du denkst boah nee also das kann jetzt wie nicht mehr hören oder wo man immer wieder gegenarbeiten müsst oder ihr gegen arbeiten müsst?

00:01:30: Also wir sind ja beispielsweise auch im Bereich Antirassismus tätig wo wir auch verschiedene Maßnahmen aber vor allem halt eben auch Fortbildungen durchführen auch innerhalb der Stadtverwaltung.

00:01:40: Und das Thema Rassismus ist halt prinzipiell eines, was jeder erst mal reflexartig von sich abweisen möchte.

00:01:47: Also man hört eigentlich immer die Aussage ja finden wir super aber warum denn bei uns?

00:01:52: Wir haben ja kein Rassismusproblem und da es ist Daueraufgabe eben zu argumentieren und auch ein Bewusstsein dafür zu schaffen dass ich letztendlich niemand von Rassist mus freisprechen kann wie alle sind irgendwo rassistisch sozialisiert selbst wir die am KI tätig sind.

00:02:07: Es ist eigentlich ein dauerhafter Prozess der eigentlich immer wieder zur eigener Reflexion halt anregt.

00:02:13: Und wie schafft ihr es dann vielleicht auch mit Fingerspitzen-Gefühl?

00:02:16: Auch wenn man erst so eine Reaktion bekommt, die Leute doch irgendwie zu überzeugen oder beziehungsweise ihnen aufzuzeigen... doch noch Arbeit nötig?

00:02:22: Ja.

00:02:23: Also ich werb da immer sehr für den kooperativen Ansatz, nenne ich es mal.

00:02:27: Man sollte da sehr vorsichtig sein mit Vorwürfen auch wenn die vielleicht begründet seien sollten, auch wenn man da irgendwie schon was mitbekommen hat.

00:02:34: aber da wäre ich immer sehr vorsichtlich mit sondern viel effektiver ist es letztendlich den Menschen zu zeigen welche Möglichkeiten damit einhergehen und warum es vielleicht in diesem Bereich besonders effektiv und zukunftsorientiert ist anzusetzen.

00:02:47: Hast du ein konkretes Beispiel, was wir vielleicht oder viele von uns nicht merken?

00:02:51: Wo wir rassistisch... Ich nenne das jetzt mal Salop unterwegs sind.

00:02:54: Ach, da gibt es ganz viele unterschiedliche Bereiche.

00:02:57: Sei es beispielsweise bei Vorstellungsgesprächen, bei Gesprächen, was die Wohnbedingungen angeht aber das können auch alltägliche Dinge sein wie an der Kasse oder kann in ganz unterschiedliche Richtungen gehen.

00:03:11: Wenn man das selber nicht merkt und wird aber von jemandem angesprochen Wie sollte man am besten reagieren?

00:03:18: Beleidigt?

00:03:20: Genau das war's, was ich gerade meinte.

00:03:22: Also die erste Reaktion sollte vielleicht nicht unbedingt sein, das direkt von sich zu geben oder von sich schlagen sondern vielleicht mit einer gewissen Selbstreflexion da halt eben auch versuchen ranzugehen.

00:03:33: Ich bleibe jetzt noch kurz in der Verwaltung.

00:03:35: Also wenn sich dann tatsächlich irgendwie ein Team dazu entschieden hat oder eine Gruppe dazu entschieden, so einen Workshop nenne ich es jetzt mal zu machen?

00:03:41: Wie kann man sich das denn dann vorstellen?

00:03:42: wie sieht sowas aus?

00:03:43: Wir versuchen dass meistens immer sehr zielgruppenorientiert zu machen.

00:03:46: also beispielsweise hatten wir haben wir aktuell ne Fortbildungsreihe für den Für die Abteilung Erziehungshilfen und da konnten wir beispielsweise auch eine Referentin für Gewinn die selber Kinderbeauftragte der Stadt Frankfurt ist.

00:03:59: Das heißt, da versuchen wir wirklich auch in die inhaltlichen Thematiken reinzugehen.

00:04:02: Dass es nicht bei einer groben allgemeinen Grundlagen Schulung bleibt was wir halt auch anbieten.

00:04:06: aber gerade wenn wir irgendwie von speziellen Fachbereichen sprechen dass wir da auch Leute holen die halt eine gewisse Expertise mitbringen.

00:04:14: Es ist wahrscheinlich so niederschwelligere Einstieg beziehungsweise einer Ja, wenn eine Fachfrau in dem Fall vor mir steht dann kann ich das eher annehmen als wenn es so auf einer Metaebene bleibt.

00:04:23: Genau genau richtig!

00:04:25: Da hat man einfach einen ganz anderen Zugang auch zu der Zielgruppe aber auch zur Thematik selbst.

00:04:30: da sind wir eigentlich wie gesagt immer Fan von.

00:04:32: Auch wenn wir halt auch allgemeine Grundlagenschulungen anbieten wie beispielsweise für die Azubis oder die dualen Studierenden bei uns Die durchlaufen erstmal so ne Grundlagenschulung und wenn sie dann in ihren Bereichen angekommen sind Dann kann man schauen dass man da wirklich in die inhaltliche Praxis geht.

00:04:45: Wir sind jetzt eigentlich schon so direkt ins Thema reingestürzt, was ja auch schön ist.

00:04:49: Aber jetzt zur Integration als Querschnittsaufgabe, als Schirmbegriff sage ich mal... Was kann man sich denn darunter überhaupt vorstellen?

00:04:56: Ja, also wie der Name Querschnitt schon sagt.

00:04:57: Wir bilden eine recht breite thematische Vielfalt bei uns ab in der Sachgruppe, obwohl wir gar nicht so viele Leute sind.

00:05:03: Also mit mir sind wir fünf Personen an der Sach-Gruppe.

00:05:05: Wäre

00:05:05: auch ne Frage von uns gewesen.

00:05:09: Genau aber tatsächlich thematisch recht breit.

00:05:11: Neben der Sachgroupenleitung bin ich für den Bereich Elternbeteiligung zuständig wo ich zwei Ehrenamtsprojekte koordiniere.

00:05:17: Wir haben bei uns einen ehrenamtlichen Däumenschapul dem wir koordinieren.

00:05:20: Wir sind Ansprechpartner für die Migrantenselbstorganisation hier in Hagen Koordinierenden Landesförderprobe zu Ehrenamtsförderung, aber auch zur Prävention von Radikalisierung.

00:05:31: Und genau wie schon angesprochen führen wir Maßnahmen im Bereich Antirassismus, migrationsgesellschaftliche Öffnung durch und haben die Geschäftsführungen für den Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration ehemals Integrationsrat

00:05:43: bei uns.

00:05:44: Ich kann viele Themen, auf die wir gleich mit sie ja noch einigen werden.

00:05:46: Ich

00:05:46: war klar zu sagen wo setzt man jetzt an?

00:05:47: Ich hoffe du hast eine

00:05:49: Idee!

00:05:49: Ich habe noch die Idee, wo du gerade davon gesprochen hast wie viele ihr seid in der Sachgruppe.

00:05:54: Wie bist du überhaupt zur Verwaltung gekommen?

00:05:56: Also wie bist Du?

00:05:59: Genau also nach meinem Abitur bin ich tatsächlich erstmal nach Hessen gezogen hab da angefangen Jura zu studieren Bin dann aber nochmal umgewechselt ins Soziologiestudium hab dann auch meinen Abschluss im Wuppertal gemacht.

00:06:11: Und genau, zwanzig-zweiundzwanzig habe ich dann bei der Stadt Hagen und auch direkt beim Kommunalen Integrationszentrum gestartet.

00:06:16: Erstmals halt mit der Koordination unseres Dormitrapools... ...und seit Juni letzten Jahres habe ich die Sachgruppenleitung bei uns übernommen.

00:06:25: Ich glaube wenn man jetzt Integration hört denkt man irgendwie wahrscheinlich erst an Sprache oder sowas?

00:06:29: Hast du gerade gesagt es ist ein Teil davon aber Nur das?

00:06:33: Nein, nein.

00:06:34: Also unsere... Das Kommunale Integrationszentrum besteht ja aus unterschiedlichen Sachgruppen.

00:06:39: eine ganz wichtige Sachgruppe ist ja auch die Integration durch Bildung.

00:06:42: Die befassen sich halt primär mit der Sprachentwicklung.

00:06:44: beispielsweise.

00:06:45: Bei uns geht es eher um das Dolmetschen.

00:06:48: halt Wie gesagt wir haben so einen ehrenamtlichen Dolmitschapul.

00:06:51: Dolmtschapult da gehen wir doch gleich mal drauf ein weil ich glaube einfach, ich weiß es nicht.

00:06:57: Aber ich glaube das ist ja nicht nur einfach übersetzen.

00:06:59: Satt ihr auch Kultur, Mittler oder was gehört alles noch dazu?

00:07:03: Das gibt's auch.

00:07:04: aber tatsächlich ist es bei uns nur übersetzen.

00:07:06: Das ist auch so gewollt.

00:07:07: also das ist ein Landesprojekt halt eben und das ist auch ganz klar in den Richtlinien umso vorgesehen dass unsere Sprachmittler wirklich nur Sprachmitler sind.

00:07:15: Also da geht es wirklich um eins zu eins die reine Übersetzung.

00:07:20: werden die dann eingesetzt oder angefragt?

00:07:21: Oder kann ich auch als normaler Bürger, Bürgerinnen da mal sagen.

00:07:25: Ich brauche jemanden.

00:07:26: Nee tatsächlich ist es immer von Seiten der Institution also sind die Fachkräfte, die bei uns anfragen.

00:07:30: das hat einfach rechtliche Aspekte.

00:07:32: wie gesagt wir haben ehrenamtliche Däumetscher.

00:07:34: Wir dürfen nicht beigesprechen übersetzen, die beispielsweise mit Rechtsfolgen einhergehen und das können ja am Anfang nur die Fach Kräfte ausschließen.

00:07:40: Das kann im Zweifel nicht die Bürgerin oder der Bürger.

00:07:43: aktuell sind wir tatsächlich noch begrenzt auf den Bildungsbereich.

00:07:46: Also das heißt unsere Sprachmitlerinnen und Sprachmittler allem halt an den Schulen, Kitas, Grundschulen, Berufskolleg.

00:07:52: Alles was so diesem Bildungsbereich zugeordnet werden kann.

00:07:54: aber wir sind gerade dabei das Konzept mit dem Ministerium neu abzustimmen und ich denke Ende des Jahres werden wir dann auch soweit sein dass städtische Behörden noch darauf zugreifen können.

00:08:04: Und wie ist das jetzt, wenn jetzt gerade jemand zuhört und sich denkt, ich kann auch diverse Sprachen.

00:08:08: Kann man sich da irgendwie melden?

00:08:10: Muss man dafür eine Qualifikation haben?

00:08:11: Auf jeden Fall!

00:08:12: Nee wir sind dankbar um jede Hilfe.

00:08:14: Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Sprachmittlerinnen und Sprachmitlern.

00:08:17: Man kann sich denken Der Bedarf bei uns in Hagen ist sehr groß.

00:08:21: Deswegen sind für stetig daran unseren Däumetschapul weiter auszubauen.

00:08:25: Da kann man sich einfach bei der zuständigen Kollegin melden.

00:08:27: Tatsächlich ist es auch bewusst niedrig-schwellig gehalten, also man muss nicht besondere Voraussetzungen mit sich bringen.

00:08:32: Entscheidend ist einfach dass man die deutsche und eine weitere Fremdsprache beherrscht und dann kann man eigentlich schon direkt starten und den Rest lernt man tatsächlich bei uns.

00:08:40: Also unsere Sprachmittlerinnen sprachmittlern die starten immer erst mal mit einer Grundlagen Schulung wo die alle wichtigen Sachen an die Hand bekommen.

00:08:48: Von wie vielen Sprachen sprechen wir denn da?

00:08:52: Aktuell, meine ich, sind es sechsundzwanzig unterschiedliche Sprachen die wir anbieten.

00:08:55: Wobei der Bedarf dann natürlich auch sehr unterschiedlich verteilt ist.

00:08:58: Also es gibt Sprachen, die werden dauerhaft angefragt.

00:09:01: Es gibt aber auch Sprachen Die werden vielleicht ein zweimal

00:09:03: im Jahr angefragt.

00:09:04: Ich würde jetzt einfach mal... Wir selber an Steine den Weg legen und sagen, wir verblinken das in unseren Schauen.

00:09:08: Und jetzt habe ich mich natürlich auch selber rausgebracht wie es halt so sein soll.

00:09:17: Das passiert leider manchmal.

00:09:19: Thema Elternbeteiligung.

00:09:20: Arbeit mit Eltern Hört sich, ist manchmal nicht ganz einfach.

00:09:24: Wie seid ihr da mit denen im Kontakt?

00:09:26: Wie kann man sich das vorstellen ...

00:09:27: Warum glaubst du, dass Schaline es aber

00:09:29: geht?

00:09:29: Ich hab das einfach nahe so drumherum.

00:09:32: Das Gute ist ich bin tatsächlich nicht selbst mit denen in Kontakt!

00:09:36: Das sagt alles.

00:09:39: Nee genau also ich koordiniere halt zwei Ehrenamtsprojekte bei uns und genau da bild' ich halt einmal sogenannte ModeratorInnen aus die dann Gesprächsrunden initiieren, die Eltern dazu einladen.

00:09:51: Und jetzt gerade sind wir dabei, ein ganz neues Projekt im Bereich Väter-Bereich aufzubauen.

00:09:54: Aber auch da setzen wir vor allem auf die Unterstützung von Ehrenamtleihen und genau das heißt ich habe da eigentlich eher die koordinierende Aufgabe.

00:10:03: Magst du mal was von diesem Projekt?

00:10:05: Väter glaube ich hab jetzt gehört erzählen.

00:10:07: Was heißt das?

00:10:08: Genau!

00:10:08: Das ist auch ein ganz neuen Projekt vom Land NRW Und da geht es letztendlich einfach darum, Väter vor allem halt eben mit Einwanderungsgeschichte in ihrer Rolle als aktive Familiemitglieder zu stärken.

00:10:20: Mehr in die Erziehung miteinzubinden was vor allem auch einen präventiven Ansatz hatte weil es haben verschiedene Studien gezeigt dass vor allem junge Menschen mit Abwesenden oder sehr autoritären Vätern sich halt eben zu extremistischen Bewegungen hingezogen fühlen und deswegen setzt halt dieses Projekt gerade an um das ganze Präventiv vorzubeugen.

00:10:40: Wie muss man sich, müssen wir uns das praktisch vorstellen?

00:10:43: Wir sind wie gesagt gerade noch dabei das Ganze aufzubauen.

00:10:45: Das kann aber bewusst in sehr viele unterschiedliche Richtungen gehen.

00:10:48: also auch hier geht es vor allem um den niedrigschwelligen Ansatz.

00:10:51: Das können beispielsweise sein gemeinsames Fußballtraining zwischen Väter und Kinder gemeinsam basteln zusammen kochen.

00:10:59: Man kann einfach darauf abzielen dass Väter sich untereinander austauschen zu erzieherischen Fragen.

00:11:03: Man kann aber auch beispielsweise ein Fachinput seitens unterschiedlicher Expertinnen

00:11:08: einholen.

00:11:09: Ich würde noch mal auf das Thema einfach Eltern zurückkommen.

00:11:12: Wie kann man sich deinen Elternbeteiligung grundsätzlich vorstellen?

00:11:15: Also was bedeutet das überhaupt, was macht ihr da aktiv?

00:11:19: Das kann natürlich in ganz unterschiedliche Richtungen gehen.

00:11:21: also wir hatten auch eine zeitlangenen Projekt was vor allem darum gegen Eltern das deutsche Schulsystem näher zu bringen.

00:11:27: unsere jetzigen Projekte gehen aber mehr in den pädagogischen Bereich.

00:11:30: also da geht es vielmehr wie gesagt um Erziehungsfragen und einen Austausch zwischen den Eltern selbst.

00:11:34: halt Ich habe gedacht im Vorfeld, da geht es vielleicht auch darum.

00:11:40: Ich habe im Vorfall gedacht, da gehe es vielleicht darum, dass man den erstmal überhaupt unser Schulsystem erklärt und das überhaupt mal verstehen wie Schule in Deutschland funktioniert?

00:11:49: Genau genau!

00:11:49: Das war wie gesagt auch ein Projekt was wir ein paar Jahre bei uns haben laufen lassen.

00:11:54: Wie ich finde auch ein sinnvolles Projekt weil wenn ich mir das angucke bin ich manchmal immer vorderer ehrlicherweise.

00:12:00: Und gerade wenn man neu in dieses Land kommt ist das schon eine Herausforderung sich damit auseinanderzusetzen System zu verstehen, weil es halt nur europäisch aber auch darüber hinaus international nicht gleich ist.

00:12:11: Das deutsche Schulsystem hat ja schon seine Besonderheiten und natürlich braucht das da auch erst mal Aufklärung.

00:12:16: Und wie ihr reicht?

00:12:18: Wie erreicht die Eltern dann aktiv, macht ihr das irgendwie über Kitas?

00:12:22: Schulen?

00:12:22: gibt es da Möglichkeiten?

00:12:24: Genau.

00:12:24: Der Zugang ist da das entscheidende Schlagwort.

00:12:27: Deswegen sind all diese Projekte halt eben auf ehrenamtlicher Basis dass wir Menschen mit im Boot haben, die da direkten Zugang in die Communities haben.

00:12:35: Im besten Fall selber aus diesen Communities stammen.

00:12:38: Unsere gegenwärtigen Projekten können auch mehrsprachig angeboten werden.

00:12:41: Das heißt, dass auch da zum Beispiel die Hürde der Sprachbarriere abgebaut werden

00:12:45: kann.

00:12:46: Du hast dir das so angesprochen, Zugang zu den Communities.

00:12:48: Also die Migranten-Selbstorganisationen gehört hier auch zu deiner Sachgruppe?

00:12:54: Was kann man uns denn da drunter vorstellen?

00:12:57: Migrantenselbst-Organisation jetzt

00:12:58: oder wie ihr damit zusammenarbeitet?

00:13:00: Wir haben bei uns in Hagen aktuell – lasst mich nicht lügen!

00:13:04: Ich glaube, wir sind ja schon sehr gut aufgestellt, die in ganz unterschiedliche Richtungen gehen.

00:13:10: Arabischer Raum, Alevitischer Raum und Syrischer Raum.

00:13:15: paar Jahre haben sich da sehr viele neu gebildet.

00:13:18: Und genau bei uns sitzt halt die zentrale Ansprechperson der Kollege, der halt die Migranten-Selbsorganisation in allen Thematiken unterstützt sei es jetzt in der Neugründung beispielsweise aber auch eben wie man sich beispielsweise auf Fördermittel oder Projekte bewirbt.

00:13:35: Wir führen ja auch regelmäßig mit euch Netzwerktreffen für die Migranten-Selbstorganisation durch, wo es vor allem um den Austausch der MSON untereinander geht.

00:13:44: Aber darüber hinaus bieten wir beispielsweise auch Qualifizierungsangebote an.

00:13:49: also gestern zum Beispiel war noch eine Schulung zum Thema Steuerrecht.

00:13:53: Ja,

00:13:53: nee du darfst.

00:13:58: Welche Aufgaben übernehmen denn die Organisationen so in der Stadt vielleicht auch?

00:14:01: Also was für eine Bedeutung haben sie auch für Hagen?

00:14:04: Auf jeden Fall eine zentrale Bedeitung wenn es darum geht den ersten Ankommenspunkt eben zu bilden.

00:14:10: also oftmals ist das ja so gerade bei bestimmten Communities dass eine gewisse Distanz vielleicht zu institutionellen Angeboten besteht und da ist es deutlich einfacher erstmal unter Gleichgesinnten vielleicht anzukommen.

00:14:23: Viele MSON bieten aber halt auch eben Sprachförderung an, bieten jetzt auch neuerdings Maßnahmen im Bereich politischen.

00:14:32: Im politischen Bereich vor allem Demokratieverständnis halt eben an.

00:14:35: also die Arbeit der MSON ist da wirklich sehr vielseitig.

00:14:39: Wie erlebt ihr das?

00:14:40: Ist so ein Verein, ist das eine Brücke in die Gesellschaft?

00:14:46: oder erlebt ihr vielleicht dass die unter sich bleiben

00:14:50: Teils teils, würde ich sagen.

00:14:52: Also natürlich versuchen viele der MSON auch ein Safe Space sag' ich mal zu bilden für die Communities halt eben wo man in einem geschützten Raum sich austauschen kann.

00:15:01: aber viele sind auch wirklich Brückenbauer die halt eben auch interkulturelle Maßnahmen oder Veranstaltungen beispielsweise anbieten.

00:15:10: Kannst du einschätzen wie... wie wertvoll die Arbeit so ist, im Sinne von muss ich kurz erklären.

00:15:16: Viele Vereine wird es ja wahrscheinlich schon lange geben und die haben wahrscheinlich schon eine recht große Community aber es kommen natürlich auch neue dazu.

00:15:21: also merkt ihr das da auch auf jeden Fall Interesse einfach besteht dass es sowas gibt?

00:15:24: Ja

00:15:25: auf jeden fall!

00:15:25: Also wie gesagt gerade in den letzten paar Jahren war da eine deutliche Bewegung zu spüren.

00:15:30: Es haben sich vor allem halt eben neuer MSON mit ukrainischem background gebildet wo wir halt auch unterstützt haben und da ist nach wie vor sehr sehr großes interesse eigene vereine zu bilden.

00:15:42: Du hast ja vorhin unser Netzwerk erwähnt, was ihr zusammen also das KI zusammen mit der Pressestelle in der Stadt macht.

00:15:49: Wir haben ja damals die Idee gehabt als Pressestell, wir müssen ja irgendwie die Menschen dieser Stadt mit einer Einwährungsgeschichte auch erreichen.

00:15:55: Das war unser Ansatz damals dieses Netzwerks zu gründen.

00:15:58: aber vielleicht kannst du einfach nochmal zwei drei Sätze dazu sagen wie so etwas abläuft aus deiner Sicht und erzähle ich dir ganze Zeit was das ist.

00:16:04: Als

00:16:04: Experte heute meinen

00:16:05: Podcast.

00:16:08: Ja

00:16:09: genau, ausnahmsweise aber nur.

00:16:11: Folgen ja mit diesem Netzwerktreffen zwei primäre Ziele.

00:16:14: Einerseits halt wie gesagt, dass die MSO und sich auch untereinander vernetzen, das es da eben eine Plattform für gibt.

00:16:21: Die meisten haben ja auch ähnliche Fragen, mit denen sie sich beschäftigen vor allem halt eben die Vereinsheime oder wie gesagt Anträge auf Förderprojekte

00:16:29: etc.,

00:16:29: da hilft es einfach vom Austausch gleichgesinnter.

00:16:34: Andererseits versuchen wir aber auch immer beispielsweise die Stadtangebote den MSON näher zu bringen.

00:16:38: Wir waren ja schon beim Theaterhagen, wir waren bei der Feuerwehr und haben da einfach so gezeigt was die Stadthagen so zu bieten hat und genau wo die MSON vor allem halt eben auch die Jüngeren zukünftig vielleicht auch tätig sein

00:16:50: könnten.

00:16:52: vielleicht nochmal Schlagwort-Querschnittsaufgabe noch mal an der Stelle.

00:16:54: Merkst du dann auch bei solchen Treffen, dass da auch irgendwie deine ganzen Gebiete die Du selber behandelst irgendwie auch ineinander greifen?

00:17:01: Also das Deine Arbeit quasi dann überall wichtig ist dann?

00:17:04: Ja klar!

00:17:05: Das hängt alles zusammen.

00:17:06: also es macht immer wenig Sinn Thematiken nur separiert zu betrachten sondern Maus ist immer im gesangt gesellschaftlichen Kontext halt eben betrachten und deswegen ist halt auch Netzwerkarbeit so unabhängig, dass man da immer im regelmäßigen Austausch mit unterschiedlichen Stellen ist um da auch halt eben Impulse beispielsweise mitzunehmen.

00:17:24: Du hast deswegen gesagt die Vereine und Vereinsheime sozusagen aber die werden doch bestimmt nicht alle Vereins Heime haben oder?

00:17:32: Nee das ist tatsächlich eine große Problematik.

00:17:34: also viele MSON sind leider... noch ohne Vereinsheim, aber auch da versuchen wir natürlich bestmöglich zu unterstützen und auch wie gesagt die MSON untereinander zu vernetzen.

00:17:43: Das beispielsweise auch Räume da, sag ich mal geteilt werden können halt ja.

00:17:49: Ich weiß nicht, ich glaube wir hatten es noch nicht.

00:17:50: Wie ist denn dann so ein erster Schritt wenn jetzt beispielsweise wieder jemand zuhört und sagt ich habe da eine Idee oder ich hab da ein paar Leute mit denen möchte ich das machen?

00:17:57: Wie komme ich dann auf euch zu?

00:17:58: Am besten direkt beim zuständigen Kollegen melden.

00:18:00: Also bei uns auf der Seite vom Kommunalen Integrationszentrum sind ja alle unsere Aufgabengebiet halt eben aufgelistet und da sieht man ganz klar den Kollegen Herrn Kühner, der dafür für den Bereich ist.

00:18:13: Genau genau!

00:18:14: Für die MSO und der Ansprechpartner ist und idealerweise nimmt man direkt zu ihm Kontakt auf und führt dann eben so ein Erstgespräch durch.

00:18:21: Wieder was für unsere Shownotes.

00:18:22: Auf jeden Fall,

00:18:23: ich hab's mir direkt

00:18:25: hier.

00:18:25: Dann packen wir das wieder rein!

00:18:27: Bei Vereinen und Vereinsmitgliedern ist es ja so dass man das Ehrenamt geben vielleicht gleich nur mal einen Kurs drauf ein... Ich habe manchmal das Gefühl, man erwartet vielleicht auch als Stadt zu viel von ehrenamtlichen.

00:18:39: Du nix schon, du lebst also auch so.

00:18:43: Man erwartet auf jeden Fall sehr, sehr viel.

00:18:45: Von städtischer Seite aber auch eben von Landesseite.

00:18:48: wie gesagt wir bei uns am Kommunalen Integrationszentrum führen ja vor allem Landesprojekte durch und die Hälfte davon sind Ehrenamtsprojekten.

00:18:56: also da ist schon eine sehr große Erwartung was natürlich aber auch ehrlicherweise mit halt nicht vorhandenen finanziellen Ressourcen einhergeht.

00:19:02: es ist halt nur mal kostenspieliger einen Ehrenamtler oder billiger einen ehrenamtlern mit einer Tätigkeit zu beauftragen als beruflich qualifizierten

00:19:13: Menschen.

00:19:14: Vielleicht gibt es dann noch mal darauf einzugehen, es gibt ja auch finanzielle Unterstützung für die Vereine.

00:19:20: das ist ja schon so.

00:19:21: da helft ihr ja deutlich auch.

00:19:22: also ist das für viele dann eine gute Info.

00:19:24: dass sie halt wissen wenn wir uns darauf bewerben haben wir echt Chancen auch an finanziellen Mittel dran zu kommen die uns nach vorne bringen?

00:19:30: Genau genau also wir führen jedes Jahr so einer Ehrenamtsförderung durch oder bzw koordinieren das ganze auch.

00:19:36: das ist halt wieder vom Land NRW.

00:19:38: Und genau, da haben wir insgesamt einen Topf von achtundfünfzigtausend Euro auf den sich beworben werden kann.

00:19:43: Hat dich richtig rausgesagt?

00:19:46: Sehr gute Recherche heute!

00:19:49: Ne, genau und der kann auch vielseitig genutzt werden.

00:19:50: Wir haben es gerade schon angesprochen halt eben auch für Mieten beispielsweise aber auch für ganz unterschiedliche Maßnahmen und Projekte.

00:19:56: das ist auf jeden Fall sinnvoll da sich zu informieren und in den Austausch mit uns zukommen.

00:20:02: In dieser Schatz spielt Geld ja immer irgendwie eine Rolle.

00:20:04: meistens dass nicht vorhandene Geld, achten fünfzigtaussend Euro Viel oder wenig?

00:20:12: Aus meiner Perspektive wenig.

00:20:14: Es waren früher mal deutlich mehr, auch da haben wir Kürzungen erleben müssen und auch da überschreiten die Anträge jedes Jahr die zu verführungsstehenden Mittel.

00:20:22: also bei uns ist es so dass das ganze im Rahmen einer Kommission halt eben entschieden wird und da müssen wir jedes Mal leider auch absagen halt eben erteilen.

00:20:31: Ich würde jetzt, glaube ich, ein leichter Themenwechsel vornehmen.

00:20:34: Wir haben ja jetzt sehr theoretisch und auch praktisch darüber gesprochen wie Integration eben funktioniert.

00:20:41: aber es funktioniert ja auch im Alltag.

00:20:42: kriegt ihr das dann in eurer Arbeit mit wo so Projekte fruchten oder kriegst du da auch direkte Rückmeldungen aus verschiedenen Richtungen?

00:20:52: Ja also vor allem würde ich mal sagen beim gerade schon angesprochenen Dolmetschapul, das ist ja wirklich was wo die Leute direkt von profitieren und das bekommen wir auch mit.

00:21:02: Das ist auch etwas was die Leute uns regelmäßig zurück melden sowohl die Fachkräfte als auch eben die Familien die dann beispielsweise zu den Elterngesprächen eingeladen wurden dass das schon eine deutliche Unterstützung ist.

00:21:13: viele der Sprachmittler die wir da beschäftigen die sagen auch selbst wir wünschen es hätte damals gegeben als wir nach Deutschland gekommen sind.

00:21:18: also da merkt man schon einen direkten Einfluss

00:21:21: ... Integration.

00:21:22: Ich hatte am Anfang ja diese provokante Frage gestellt, ne?

00:21:26: Es gibt ja auch immer diesen Spruch insbesondere auch im Internet, Social Media.

00:21:30: dann darf ich ja gar nichts mehr sagen so... Wenn du jetzt mal Integration ganz positiv aus deiner Sicht bewerten willst.

00:21:36: Du arbeitest hier jetzt schon einige Zeit in diesem Bereich Wie kannst andere Leute denn begeistern dafür?

00:21:43: Ja, ich sag mal so, Integration geht mit dem Begriff der Vielfalt einher und ich denke das ist etwas von dem wir alle profitieren können Weil es einfach zu ganz unterschiedlichen schönen Dingen führt, unterschiedliche Angebote die wir selber nutzen können.

00:21:57: Sei es im kulinarischen, kulturellen Raum beispielsweise.

00:22:02: Deswegen finde ich's auch immer schwierig dass das Thema halt immer so einseitig negativ eben betrachtet wird.

00:22:08: Hast du da für dich, hat man glaube ich am Anfang schon so ähnlich, schon so Skills entwickelt um halt wirklich Leuten die dir so richtig das Leben schwer machen wollen einfach auch mal wieder weiterzugeben?

00:22:19: Letztendlich würde ich genau das sagen, dass man versuchen sollte, das Ganze nicht so einseitig negativ zu betrachten.

00:22:26: Die Sache ist die wir gehen natürlich auch nicht naiv ran es sind damit Herausforderungen verbunden.

00:22:30: Das merken wir ganz klar in unserer Arbeit aber es bringt sich einfach nur auf diese Herausforderung zu beschränken sondern Integration ist ein Thema das wird bleiben ob an das mark oder nicht und deswegen sollte man versuchen damit auch im positiven Sinne umgehen.

00:22:47: Das ist ja Integration, das ist ja immer so ein weitseitiges Spiel oder so einen Weg in zwei Richtungen.

00:22:54: Was können denn zugewanderte von Hagen lernen und umgekehrt?

00:22:58: Wie meinst du das jetzt?

00:23:00: Naja ich sag mal wenn jemand nach Hagen kommt dann kriegt ihr bestimmt auch mal eine Rückmeldung in Hagen... Habe ich das und das erleben, das fand ich toll.

00:23:06: Oder vielleicht auch nicht so oder umgekehrt Menschen die vielleicht ersten Vorurteile hatten Und dann Menschen aus einer anderen Community kennengelernt haben Vielleicht einfach nur so ein Praxisnaß-Erlebnis Was dir jetzt eine Erinnerung geblieben ist.

00:23:18: Guck mal Schalini, ich hab da schon wieder...

00:23:21: Sonst ist das wirklich meine Aufgabe zu verstellen.

00:23:23: Aber gerade hängt

00:23:24: es mich ab Da muss ich echt mal überlegen.

00:23:28: Ich überlege grade ob man das anders fragen kann Also ob du so irgendwie auf deine Arbeit zurücklegst, ob dir da was besonders in Erinnerung geblieben ist.

00:23:35: Ein Erfolgserlebnis für dich auch eine Rückmeldung an die du heute noch gerne zurückdenkst und dir auch ein bisschen dich vielleicht antreibt?

00:23:42: Eigentlich das, was ich eingangs schon erwähnt hatte, dass wir oftmals die Zurückmeldungen bekommen gerade von Leuten mit denen wir da kooperieren, die sagen hey wir wünschen uns damals hätte es diese Angebote schon gegeben als wir nach Hagen gekommen sind.

00:23:54: Ich denke wir sind ja heutzutage schon deutlich besser aufgestellt als beispielsweise noch vor zwanzig dreißig Jahren.

00:24:00: Danke, Charlene.

00:24:01: Also

00:24:01: ich hoffe es hat geholfen.

00:24:05: Gerne!

00:24:05: Ich würde irgendwie nochmal die Arbeit so in die Stadtverwaltung auch interessieren, in was für einem Netzwerk ihr da auch arbeitet?

00:24:10: Also klar, gebt ihr natürlich Workshops aber wahrscheinlich könnt ihr ja auch nicht ganz alleine die Arbeit in der Verwaltung machen.

00:24:15: also wie hängt das vielleicht noch zusammen?

00:24:16: Wir haben den großen Vorteil dass wir da wirklich sehr sehr eng mit unserem Fachbereich auch für Personal und Organisationen zusammenarbeiten.

00:24:23: Da halt auch uns unterschiedliche Strategien und Maßnahmen überlegen können.

00:24:26: Ich denke, das ist das A und O. Um innerhalb einer Verwaltung auch was zu bewegen in der Fachbereichmuster mitziehen.

00:24:33: Das tut ja zum Glück bei uns.

00:24:34: D.h.,

00:24:34: da können wir gemeinsam Maßnahmen planen und dementsprechend durchführen für alle.

00:24:41: Kommt dann Kolleginnen und Kollegen gezielt auf euch zu?

00:24:44: Mit Anliegen wo sie wirklich denken, da brauchen wir jetzt einfach mal Unterstützung.

00:24:47: Mag es um eine Formulierung gehen?

00:24:49: Das passiert uns vielleicht mal oder auch einfach eine Situation die noch nie da war...

00:24:53: Genau, genau.

00:24:53: Also das kann tatsächlich in beide Richtungen gehen.

00:24:56: also entweder kommen die Fachbereiche oder Abteilung direkt auf uns zu wie jetzt beispielsweise beim gegenwärtigen Fall der Abteilungs für die Erziehungshilfen.

00:25:03: diese haben sich bei uns gemeldet haben gesagt hey wir hätten mal gerne interkulturelle Schulungen weil das ein Thema ist was uns täglich beschäftigt.

00:25:10: es kann aber natürlich auch sein dass wir halt eben aufgezielt auf die Fachbereich zugehen entweder weil wir halt vielleicht was mitbekommen haben oder aber weil wir halt einfach sagen, in dem Fachbereich wäre es besonders sinnvoll da eben Maßnahmen durchzuführen.

00:25:24: Haben wir in der Pressestelle auch schon

00:25:25: gemacht und

00:25:26: wir planen ja auch

00:25:27: schon wieder etwas?

00:25:28: Genau!

00:25:30: Ja, sehr schön.

00:25:31: Charlene, ich guck wieder mal so ein bisschen auf die Uhr?

00:25:33: Ich hatte gerade noch eine Frage, aber die habe ich direkt wieder vergessen...

00:25:36: Oh nein!

00:25:36: Wie kann das nur passieren?

00:25:37: Soll ich eine Frage

00:25:37: anstellen?

00:25:38: Wenn du jetzt immer flächelt hast, dann ist es auch für

00:25:39: mich sehr müde, dass mir wieder

00:25:40: einfällt.

00:25:42: Robin wenn wir uns... Ich stelle mal so eine Frage schon einmal in Zukunft gerichtet.

00:25:46: Robin, wenn wir unsere fünf Jahre wieder hier treffen würden was hoffst oder wünschst du dir was sich in deinem Bereich vielleicht zum besseren gewendet hat?

00:25:54: Ich hoffe, dass wir noch einen besseren Zugang zu den unterschiedlichen Communities haben.

00:25:58: Es ist leider so, dass einige Communities wirklich sehr verschlossen sind – das ist eine Herausforderung mit der wir täglich kämpfen!

00:26:05: Ich hoffe einfach, dass die Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft ... größer ist für diese Thematiken, dass man da nicht ganz so viel Überzeugungsarbeit leisten muss.

00:26:14: Wie das vielleicht gegenwärtig noch der Fall ist?

00:26:17: Genau ich hoffe, dass die politische Partizipationen steigt.

00:26:21: Wir hatten ja vor kurzem Kommunalwahlen beispielsweise wo halt eben unser Ausschuss neu gewählt wurde mit einer Beteiligungskurte von nur sechzehn Prozent.

00:26:27: auch das hoffe ich, dass sich das in Zukunft vielleicht mal ändert und genau das denke ich sind so zentrale Themen.

00:26:33: Also sechsehn Prozent ist wirklich sehr wenig.

00:26:36: was glaubst du woran das liegt oder gelegen hat?

00:26:39: Ich glaube, der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration ist ja ein ganz besonderer Ausschuss.

00:26:43: Weil halt eben das zentrale Gremium für Menschen auch mit ausländischer Staatsbürgerschaft ist.

00:26:49: Das ist wirklich der Unterschied zu den anderen Gremien die es in einer Kommunalverwaltung gibt.

00:26:53: Und ich glaub vielen Menschen sind einfach gar nicht bewusst dass dieses Gremiam gibt dieses Gremium auch politisch mitwirken können.

00:27:01: Und da müssen wir, glaube ich noch ein bisschen mehr Informations- und Aufklärungsarbeit leisten.

00:27:05: Geht alles Hand in Hand?

00:27:06: wahrscheinlich, ne?

00:27:07: Migrantenselbstorganisationen und der Ausschuss...

00:27:09: Genau!

00:27:09: ...und Eure Arbeit.

00:27:11: Ja, Charlene, ist sie wieder eingefallen?

00:27:12: Ist mir wieder eingepallen.

00:27:13: Ich weiß nicht ob es eine Späßigifrage ist, würde ich gar nicht sagen.

00:27:16: Vielleicht kann man es im Großen und Ganzen betrachten.

00:27:19: Seid ihr auch im Austausch mit anderen KI's?

00:27:21: Und hörst du da auch ähnliche Rückmeldungen, also egal auf welches Thema

00:27:24: jetzt bezogen?

00:27:25: Auf jeden Fall!

00:27:26: Wie gesagt die meisten unserer Projekte sind ja Landes gefördert.

00:27:29: Da finden auch regelmäßig Fachveranstaltungen und Austauschtreffen sei ins das Land statt.

00:27:33: Das heißt allein da trifft man schon regelmäßig auf die Kolleginnen der anderen KI'S in der Umgebung.

00:27:38: Wir haben aber auch sage ich mal informelle Austauschs treffen, die wir mittlerweile regelmäßig durchführen weil ist einfach sinnvoll ist da regelmäßig in Kontakt zu bleiben.

00:27:46: Und wie du es gerade schon angesprochen hast, auch da bekommen wir natürlich ähnliche Rückmeldungen.

00:27:52: Es kann immer mal wieder variieren.

00:27:53: dementsprechend... Wir haben schon das Thema Zielgruppen angesprochen, die können natürlich variieren weil einfach das unterschiedlich innerhalb der Kommunen verteilt ist aber ansonsten sind das ähnlichen Thematiken.

00:28:06: Spannender, irgendwie ein sehr spannender

00:28:07: Aufgaben!

00:28:08: Ja.

00:28:10: Wir fahren noch mal wieder ganz viele

00:28:11: Fragen ein.

00:28:11: Ich könnte auch noch was fragen, aber...

00:28:12: Ich gucke schon wieder auf die Urschaleen und jetzt fängt das Licht im

00:28:15: Schuljahr so... Jetzt

00:28:16: wird's hier richtig hell, ja?

00:28:17: Das kommt noch geisterlich aus!

00:28:20: Wir sind fast fertig.

00:28:21: Wir müssen aufhören, es ist ganz hell geworden.

00:28:22: Soll

00:28:22: ich dann die letzte Frage stellen?

00:28:24: Okay, dann mach' ich das.

00:28:25: Wir haben dich durch Bord und möchten dir gerne noch einmal die Möglichkeit geben wenn wir irgendwas nicht gefragt haben oder da noch etwas loswerken möchtest dass an dieser Stelle gerne zu tun.

00:28:34: Früher hast du immer gesagt, die Bühne ist deiner.

00:28:36: Die

00:28:36: Bühnen ist deine.

00:28:38: Kann ich gerne wieder

00:28:40: eingehen.

00:28:41: Ich würde letztendlich einfach das wiederholen, was ich gerade schon gesagt habe.

00:28:44: Ich würd mich freuen wenn Menschen dem Thema Integration ein bisschen offener gegenüber treten vielleicht mehr in den Austausch gehen nicht einfach nur blind glauben was auf Facebook und in den sonstigen Medien steht sondern wirklich mal auf die Leute zugeht in den direkten Kontakt gehen.

00:28:57: Das ist der beste Weg um Vorurteile und auch möglicherweise Ängste abzubauen Und ich glaube dann sind wir uns auch auf einem guten Weg.

00:29:04: Das können wir aus unserer Arbeit, aus unserer Sicht nur unterstreichen.

00:29:07: Das wird tatsächlich auch noch eine meiner finalen Fragen.

00:29:11: Dann bleibt uns nur noch zu sagen vielen Dank, dass du da warst.

00:29:15: ein sehr spannendes informatives Gespräch

00:29:17: und wir fahr abschieben.

00:29:19: Vielen herzlichen Dank für die Einladung!

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